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Schmerzklinik ist nach § 40 SGB V von allen gesetzlichen Krankenkassen als Rehabilitationseinrichtung anerkannt und auch beihilfefähig (OPS 8-918).

ENTHESIOPATHIE
(Enthesiopathien)

Die Enthesiopathie wird öfters auch als Ent hesopathie bezeichnet.

Eine Enthese ist die Stelle am Knoc h en, an der eine Seh ne, ein Ligament (= zugfestes bindegewebiges, bandförmiges Gebilde, das die Beweglichkeit von Organen und Gelen ken stabilisiert) oder eine Gelenkkapsel ansetzt.
Eine krankhafte Störung im Bereich dieser Ansatzstelle wird deshalb Enthesiopathie genannt. Eine Enthesiopathie ist in der Regel schmerzhaft. Ist die Enthes iopathie entzündlicher Natur, wird auch der Ausdruck En thesitis verwendet.

Weitere Bezeichnungen für eine Enthesiopathie: Insertionstendopathie oder Ansatztendopathie (aber nur dann, wenn eine Sehne betroffen ist).

Die Ursache für eine Enthesiopathie kann degenerativer (= strukturelle und funktionelle Abweichungen von der Norm im Sinne einer Funktionsminderung betreffend) oder entzündlicher Natur sein, im letzteren Falle spricht man dann von einer En thesitis, wie weiter oben schon erwähnt.
Enthesiopathien können aber auch im Rahmen einer metabolischen (= den Stoffwechsel betreffenden) Störung auftreten, so daß auch gezielt nach einem entsprechenden Grundleiden gesucht werden muß.

Eine En thesitis, also eine entzündliche bedingte Enthesiopathie ist häufig ein charakteristisches Merkmal für seronegative (= im Blut nicht nachweisbare) Spondylarthritiden (= En tzündung der Wirbelsäulengrenzgelenke), so zum Beispiel bei Morbus Bechterew oder auch bei Gelenkentzündungen im Rahmen einer Schuppenflechte (Arthritis psoriatica).

Am häufigsten kommen Enthesiopathien im Bereich des Armes, spez. Ellenbogen (Epikondylitis), der Schul ter (Supraspinatussehnensyndrom), am Schambein (Grazilis-Syndrom), am Kn ie (Patellaspitzensyndrom) und an der Fer se (Achillodynie) vor.

Diagnostik bei Enthesiopathie:

Therapie bei Enthesiopathie:

Wiederholte Infiltrationen mit einem lang wirkenden örtlichen Betäubungsmittel, auch mit Zusatz von Steroiden. Steroide dürfen aber nie in eine geschädigte Seh ne gespritzt werden, da diese die körpereigenen Reparaturmechanismen empfindlich stören.
Auch Salbenverbände können versucht werden (z.B. mit Diclofenac).

Nicht selten erweist sich aber eine Enthesiopathie als sehr hartnäckig. In diesem Falle kommt man um eine gezielte Behandlung im Sinne der speziellen Schmerztherapie nicht herum.
Sehr hilfreich sind im Rahmen der
therapeutischen Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel) kontinuierliche Nervenblockaden mittels eingepflanztem Katheter (= dünner Kunststoffschlauch). Das örtliche Betäubungsmittel wird bei dieser Behandlung so dosiert, dass die grobe Kraft erhalten bleibt (bei gleichzeitiger Hemmung der Schmerzreizleitung), damit der Patient nicht immobil wird und begleitend physiotherapeutische Anwendungen möglich bleiben. Eine solche Blockadebehandlung hat aber noch eine weitere, sehr wichtige (Neben-) Wirkung:

Daß Lokalanästhetika (örtliche Betäubungsmittel) auch entzündungshemmend wirken, ist zwischenzeitlich wissenschaftlich erwiesen. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, so klicken Sie hier.

Die Methoden der modernen Schmerztherapie bieten auch optimale Voraussetzungen für eine Anschlußheilbehandlung (AHB) bzw. Anschlußrehabilitation. Mehr darüber erfahren Sie hier: http://www.anschlussheilbehandlung.eu (einfach anklicken).

Das Bundesministerium für Gesundheit teilt auf der Web-Seite der Bundesregierung mit, dass alle gesetzlich Krankenversicherte mittlerweile einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation haben und sich ihre REHA-Klink sogar selbst aussuchen dürfen. Lesen Sie dazu auch einen Brief des Bundesgesundheitsministeriums an die Sozialministerien der Länder als Aufsichtsbehörde der gesetzlichen Krankenkassen.

Die Klinik im Film - Zu einem 3-min. Fernsehbeitrag über Schmerzbehandlungen gelangen Sie hier (einfach anklicken).

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Aktualisiert: >30.09.2008</> kusb&
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